Intuitiv essen für Mamas

Intuitiv essen für Mamas

November 19, 2019 0 Von mamanimmtsleicht
mit kinder achtsam essen
foto: pixabay

Viele Mütter sind sehr darauf bedacht, der Familie einen ausgewogenen Speiseplan zu bieten. Und das ist auch gut so. Und trotzdem hat Frau das Gefühl, dass sich diese gesunde Ernährung nicht unbedingt auf der Waage spürbar macht. Außerdem können die meisten Mütter das liebevoll gekochte Essen garnicht richtig genießen. Keine Zeit und zuviel Trubel am Tisch.

Für diese beiden Probleme möchte ich dir in diesem Beitrag eine Lösung vorschlagen.

Wir essen selten wegen dem Hunger

Ja, das klingt im ersten Moment unlogisch. Ist es aber nicht. Wir essen nämlich in erster Linie aus emotionalen Gründen. Und zwar oft und viel. Das macht die Mama auf Dauer dick und unglücklich.

unachtsam essen naschen nebenbei
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Problem 1: Die Lückenfüller

Wir greifen mehrmals täglich unbewusst in irgendeine Schublade, Tüte, Schale der Kinder oder sonst was und bedienen uns. Wir snacken und naschen, ohne das ganze weiter zu hinterfragen.

Aber mal ehrlich: sich aus Langeweile, Frust, Ärger und dummen Gewohnheiten eine Figur zu erarbeiten, die dich unglücklich macht, ist wohl kaum die Lösung.

mit Kinder achtsam essen
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Problem 2: Die Portionsgröße

Zu den Hauptmahlzeiten futtern wir gerne weit über den Hunger hinaus. Bei Mamas kommen da scheinbar oft durch Stress und Co. oft wahre Urinstinkte hoch nach dem Motto „wer weiß, wann´s wieder was gibt“!

Problem 3: Die ständige Versuchung

Egal ob man beim Bäcker, Schnellimbiss oder sonst wo vorbeiläuft: Es riecht einfach köstlich. Wir werden unterwegs ständig dazu verführt, etwas zu essen. Und wenn wir zuhause sind, gibt’s spätestens abends vorm Fernseher verlockende Werbebilder von Schoko und Keksen.  Als Mama kommt noch hinzu, dass die Kinder mehrere Mahlzeiten am Tag benötigen als wir. Und schwupp, futtern wir eben auch einen Minisnack mit am Nachmittag. Oder ein Eis. Oder beides. Und das läppert sich.

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Die achtsame Mahlzeit

Inzwischen wird es immer bekannter und beliebter: Das intuitive oder achtsame Essen. Bei diesem Prinzip geht es darum, nur zu essen, wenn man auch wirklichen körperlichen Hunger hat, und diese Mahlzeit dann auch bewusst und langsam zu sich zu nehmen. Es wird wieder ein Körpergefühl dafür entwickelt, wann man wirklich satt ist. Das ständige Überfüllungsgefühl wird so vermieden.

Als Mama in Ruhe essen

Es gilt also, sich ab sofort im Alltag zu beobachten und bewusst darauf zu achten, ob wir echten Hunger haben oder nur emotionalen Hunger.

Am besten du führst hierzu eine Liste, in welcher du dir eine Woche lang penibel aufschreibst, was du isst. Also auch jede Weintraube im Vorbeigehen an der Obstschale. Und am besten notierst du daneben gleich noch, ob du aus Hunger, Langeweile, Frust oder sonst einen Grund gegessen hast.

Der wichtigste Punkt, den es beim achtsamen Essen speziell für Mamas zu beachten gibt, ist folgender: Du hast Kinder 😉

Was ich damit meine: Die Mahlzeiten mit Baby und kleinen Kindern am Tisch sind nicht immer gerade von Selbstbestimmung und Ruhe geprägt. Gerade in dieser speziellen Situation herrscht in vielen Familien eine eher gestresste Situation.

Meine Tipps für die ersten Mamajahre

1. Akzeptanz

Es hilft enorm, anfangs einfach mal zu akzeptieren, dass die Kinder nun eben grad so klein sind und deine Hilfe, sei es durchfüttern, abputzen, Wasser nachschütten oder Essen kühl pusten und aufschneiden, angewiesen sind. Das ist ein wesentlicher Schritt, der vor allem dich als Mutter entspannt. Es ist in Ordnung, dass dich deine Kinder beim Essen brauchen. Dagegen anzukämpfen mit Sätzen wie „Niemals komme ich zum warm essen“ oder „Ständig muss ich beim Essen aufspringen und alle bedienen“ bringt dich auch nicht weiter und macht dich nur noch unzufriedener.

2. Regeln festlegen

Da du für dein Glück selbst verantwortlich bist, musst du auch beim Essen für deinen Raum sorgen. Das kannst du trainieren und deiner Familie auch angewöhnen. Klare Regeln helfen hier enorm, ebenso das integrieren der Kinder beim auf- und abdecken des Tisches (mehr dazu kannst du in der dazupassenden Podcastfolge erfahren)

3. kleine Portionen

Da ruhiges und intuitives Essen ohne Stress schwierig ist mit kleinen Kindern, gib dir immer nur Miniportionen auf deinen Teller. Du kannst dir ja immer was nachholen. Bevor du das aber machst, warte eine oder zwei Minuten (in der Zeit kannst du wieder füttern, putzen und Wasser nachschenken 😉 ) wenn du dann wirklich noch körperlichen Hunger verspürst, hol dir was nach. Wenn du es nicht wirklich weißt, trink lieber noch ein Glas Wasser und lass es bleiben.

4. offensichtlich genießen

Eine Methode des intuitiven Essens ist es, bewusst zu schmecken und zu riechen. Das ist etwas, das du dir auch mit Kindern hervorragend angewöhnen kannst. Mach ein (Schau)Spiel daraus, indem du übertrieben an der Speise riechst und genüsslich sagst: “Boa riecht das lecker, da freu ich mich jetzt richtig drauf!“ Und wenn du kaust, sagst du sowas wie: „mmmmmh, die Tomaten sind ja richtig süß! Und der Fisch ist erst super!“ Kinder lieben sowas. Und sie kopieren es schneller als man denkt.

Es ist also möglich, auch mit Kinder!

Probiere doch meine Tips einfach mal aus. Wenn du dein Essen wieder achtsam zu dir nimmst, Mahlzeiten genießt und nicht ständig unbewusst nascht, hast du bereits einen riesigen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

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